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04.06.2012, WR, Red Passion erlebt blaues Wunder

Red Passion erlebt blaues Wunder

04.06.2012 | 17:15 Uhr

Red Passion erlebt blaues Wunder
 

Lüdenscheid.   Der Traum vom dritten Platz beim Heimturnier in der BGL-Halle blieb unerfüllt: Die Jazz-und-Modern-Dance-Formation „Red Passion“ von der Tanz-Sport-Gemeinschaft Lüdenscheid musste sich trotz einer mitreißenden Darbietung mit einem enttäuschenden siebten Platz in der Landesliga III zufrieden geben.

Als nach dem ersten Durchgang in kleines und großes Finale aufgeteilt wurde, jubelten die Lüdenscheider Tänzerinnen noch. Keine Chancen auf einen Sieg oder einen vorderen Platz hatten die Formationen „Passion“ (Hamm), „Young Line“ (Lippstadt), „Elevation“ (Recklinghausen) und „Rossada“ (Steinbeck), die die Plätze acht bis elf unter sich ausmachten.

Für „Red Passion“ ging der Traum weiter. Und auch der zweite Auftritt löste Begeisterung unter den rund 200 Besuchern in der nur mäßig besetzten Halle aus. Einzig die Vorstellung von Seriensieger „Nordlicht“ des TuS Recke kam beim Publikum ähnlich gut an.

Am Ende feierten die haushohen Favoriten den erwarteten und verdienten Sieg. Alle fünf Wertungsrichter hatten „Nordlicht“ auf Platz ein gesetzt. Zweiter wurde „La Vida“ vom SC Halle, die mit rockiger Musik gepunktet hatten. Drei der fünf Richter zückten die zwei, die anderen sahen das Ensemble auf den Plätzen fünf und vier. Noch immer war also Platz drei für die Gastgeber drin. Auch nach der dritten Urteilsverkündung ging das Hoffen weiter: „se versare“ vom DJK Gütersloh landete am Ende auf Rang sechs. Doch als die Zahlen für die Lüdenscheiderinnen hoch gehalten wurden, waren Enttäuschung und Verwunderung groß. Drei Richter hatten „Red Passion“ auf den siebten Platz gesetzt, nur zwei hatten die Formation von Christine Brand besser gesehen, nämlich auf den Rängen vier bzw. sechs.

„Das kam für mich auch überraschend“, zeigte sich Brand verwundert über das Ergebnis. Gründe für das schlechte Abschneiden ließen sich nur vermuten. „Die Techniken in den neuen Passagen unserer Choreographie waren noch nicht so austrainiert wie bei anderen“, vermutete Brands. Der Sieg ging auch in ihren Augen verdient an den TuS Recke: „Nordlicht hatte einen hohen Schwierigkeitsgrad. Die Choreographie war raumverteilt und komplex.“

Spannend war es in der Regionalliga, fiel hier doch die Entscheidung zwischen zwei punktgleichen Teams um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Die Formation „Esprit“ der TSA des allgemeinen Sportvereins Wuppertal hatte mit den Siegen in den letzten zwei Turnieren zum Tabellenführer „Dance Relation“ der TSG move & dance Ibbenbüren aufgeschlossen. Mit dem dritten Sieg im vierten Turnier machten die Wuppertaler in Lüdenscheid den Aufstieg perfekt.


Westfälische Rundschau, 04.06.2012, Mark Sonneborn (http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/luedenscheid/red-passion-erlebt-blaues-wunder-id6732002.html)