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04.06.2012, LN, „Red Passion“: Umstellungen zünden nicht richtig

„Red Passion“: Umstellungen zünden nicht richtig

LÜDENSCHEID ? Mit einem siebten Platz beim Landesliga-3-Wettkampf im Jazz- und Moderndance blieben die Tänzerinnen der Formation „Red Passion“ der gastgebenden TSG Lüdenscheid am Sonntag hinter den Erwartungen zurück. Nach zwei vierten Plätzen in den vorangegangenen Turnieren kam diese Platzierung im Mittelfeld für Trainerin Christine Brand doch überraschend.

Dennoch machte sie im Nachhinein den einen oder anderen Grund für die nicht ganz überzeugende Form ihrer Damen aus. „Wir haben kurzfristig noch einige Teilstücke unserer Choreographie geändert, die dann im Wettkampf nicht so gut rübergekommen sind“, erklärte Brand. „Viele der anderen Formationen waren einfach austrainierter als wir.“ Zum Beispiel die Tänzerinnen der Formation „Nordlicht“ von der TSA TuS Recke, die auch bereits im Vorfeld als Favorit in den Wettkampf gegangen waren und souverän an der Spitze landeten. „Die hatten einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad in allen Teilen, eine komplexe Choreographie und eine ausgefeilte Technik“, beurteilte Christine Brand die Vorzüge der Sieger-Formation.

„Red Passion“ waren zu einem musikalischen Zusammenschnitt aus dem Soundtrack des Films „The Fast and the Furious“ angetreten und thematisierten in ihrer Choreographie den Stress und die Hektik der modernen Leistungsgesellschaft. Neben dem Wettkampf der Landesliga 3 West, bei dem zwölf Formationen antraten, fand im Anschluss auch noch ein Wettkampf der Regionalliga West statt, an dem zehn Mannschaften ihre Choreographien den Wertungsrichtern präsentierten. Die Jury beurteilte die Formationen in den Kategorien „Präsentationsfähigkeit“, „Musikalität“, „Technik“ sowie „Choreographie und deren Ausführung“. In beiden Wettbewerben wurden jeweils zwei Runden getanzt, die Vorrunde sowie nacheinander das große und das kleine Finale.

Beim Turnier der Regionalliga West, an dem keine Formation aus dem Lüdenscheider Raum teilnahm, konnten sich die Mannschaften der Unterstützung ihrer teils von weit her mitgereisten Fans sicher sein, die die Tänzerinnen lautstark unterstützten. Hier waren sich die Wertungsrichter vielfach uneins über die gezeigten Leistungen und gaben oft sehr unterschiedliche Bewertungen ab. Auch bei den Gewinnern, der Formation „Esprit“ der TSA des Allgemeinen Sportvereins Wuppertal, gab es zwei Einser-Bewertungen und jeweils eine zwei, eine drei und sogar eine vier. „Esprit“ steigen somit in die 2. Bundesliga auf, „Dance-Relation“, das bis zum Lüdenscheider Wettkampf noch geführt hatte, musste als knapp auf Platz zwei verwiesene Formation in die Röhre schauen.

Im Anschluss an die insgesamt fünfstündige Doppel-Veranstaltung dankten die beiden Turnierleiter Mark Stöppler (TSG move & dance Ibbenbüren) und Dirk Domm (TSC Mondial Köln) Christine Brand vom Ausrichter TSG Lüdenscheid für die gute Organisation des Turniers.


LN/Come-on.de, 04.06.2012, Björn Othlinghaus (http://www.come-on.de/sport/sport-mk/red-passionumstellungen-zuenden-nicht-richtig-2343809.html)