08.10.2008, LN, Ekaterina Leonova schließt bei TSG die Lücke

Ekaterina Leonova schließt bei TSG die Lücke

Am 8. November, in genau einem Monat, betritt zum zweiten Mal eine Latein-Formation der TSG Lüdenscheid das Parkett bei einer Deutschen Meisterschaft. Nach der Premiere im November 2007 im Bochumer Ruhr-Congress will das Team von Trainerin Petra Heiduk in diesem Jahr in Bremen ins Große Finale. Am Wochenende hat die Mannschaft dafür im Trainingslager in Bergisch Gladbach hart trainiert, am Sonntag nun wartet in der Halle des Bergstadt-Gymnasiums die Präsentation auf die heimischen Tanzsportfans. Ab 15.30 Uhr stellt das TSG-Team das neue Thema "Planets" vor. Nach dem Trainingslager und vor dem "Heimspiel" im BGL stellte sich Cheftrainerin Petra Heiduk den Fragen von Sportredakteur Thomas Machatzke.

Petra Heiduk, Sie waren drei Tage lang im Trainingslager in Bergisch Gladbach. Wie fällt Ihre Bilanz aus?

Heiduk: "Wir haben - wie immer im Trainingslager - einen Riesensatz nach vorne gemacht. Ob der Satz dann am Ende ausreicht, weiß man natürlich nicht. Von der Besetzung her ist diese neue Mannschaft schon verdammt stark - da wird es tänzerisch kaum bessere Mannschaften geben, vielleicht Bremen. Kristina Mertin, die alte Partnerin von Paul Lorenz, ist ja schon eine enorme Verstärkung gewesen. Seine neue Partnerin, Ekaterina Leonova, die jetzt auch für uns tanzt, ist auch überragend und noch größer als Kristina Mertin."

Dass heißt, sie haben mit der südrussischen Meisterin Leonova rechtzeitig zum Trainingslager die letzte Lücke im Bereich der Damen geschlossen. Das Gerüst für die Deutsche Meisterschaft steht. Wie sieht denn bei so vielen starken Tänzern die Verteilung der Paare aus?

Heiduk: "Wir haben da im Trainingslager umgestellt, überlegen aber sogar, ob wir noch einmal umstellen. Björn Wachsmuth und Anna Riger bleiben vorne ein absoluter Fixpunkt. Anna hat sich seit dem letzten Jahr noch einmal enorm verbessert, das habe ich gar nicht für möglich gehalten."

Und die starken Neuzugänge?

Heiduk: "Kristina Mertin wird wohl mit Christian Boldt tanzen. Paul Lorenz tanzt weiter mit Natascha Wachsmuth. Und die Katja - so nennen wir die neue Partnerin von Paul - soll mit Sergej Esau tanzen. Katja ist ja erst seit 14 Tagen in Deutschland, aber sie lernt ungemein schnell. Natürlich überlegt man, ob man zwei in der Formation unerfahrene Tänzer zusammen stellt, aber Sergej Esau ist ein so überragender Tänzer - das dürfte schon klappen."

Und wie sieht dann entsprechend die Verteilung im hinteren Bereich aus?

Heiduk: "Da sind die bekannten Paare. Marten Schumacher und Daniela Kampmann, Daniel Neubauer und Sabrina Leyendecker, Werner Hartmann und Isabell Slawik. Und Duygu Erarslan soll mit Dennis Diebel tanzen. Der hat leider im Trainingslager gefehlt, aber das war kurzfristig nicht mehr anders zu regeln. Pascal Ruben hat ihn vertreten. Auch Kristina Mertin war nicht da, aber unsere 14-jährige Roberta Leo hat sich ganz toll durchgekämpft durch die drei Tage. Sie hat Kristina richtig gut vertreten."

Es ist noch ein Monat Zeit bis zur Deutschen Meisterschaft - wo kann und muss das Team noch zulegen?

Heiduk: "Die, die später dazu gekommen sind, müssen noch unter Belastung lernen, wie die Wege zu gehen sind, wie Dinge im Notfall auch einmal zu retten sind. Sergej Esau zum Beispiel ist der Traum eines jeden Formationstrainers, aber er hat in diesen Punkten auch noch keine Erfahrung. Wir brauchen da eine gewisse Stabilität in der Formation. Über das Tänzerische mache ich mir die wenigsten Sorgen. Das Roundabout haben wir im Trainingslager noch geändert. Es ist nun etwas anders, attraktiver, wie Richard Erning meint. Vielleicht nicht mehr ganz so schwer, aber es muss trotzdem noch trainiert werden."

Und was dürfen die Fans in Lüdenscheid am Sonntag bei der Präsentation erwarten?

Heiduk: "Auf jeden Fall keine neuen Kleider. Die sind noch nicht fertig. Deshalb wird es auch keine große Pause geben - eine gute Stunde Programm, in der ich zu Beginn auch die einzelnen Bilder erklären werde. Wir machen die Präsentation - wie früher in Aachen - ganz bewusst sehr früh. Die Präsentation ist ja ohnehin meistens noch nicht so gut. Das wäre eine Woche vor der Deutschen Meisterschaft natürlich nicht gut für den Kopf. Also: Lieber eine frühe Präsentation, und danach wird weiter hart gearbeitet."

Petra Heiduk, vielen Dank für das Gespräch!


Lüdenscheider Nachrichten, 08.10.2008