22.05.2003 Am "Tag X" muss bei TSG alles passen

Am "Tag X" muss bei TSG alles passen


Am Sonntag jubelte die TSG
über den Sieg in Moers.
Morgen Abend in Wesel soll
sich das wiederholen. (WR-
Bild: Stange)

Es ist das ultimative Finale, der "Tag X", der Höhepunkt und Abschluss einer Saison, die bislang so überaus gut verlaufen ist: Morgen Abend gilt es für die A-Lateinformation der Tanz-Sport-Gemeinschaft Lüdenscheid, denn in Wesel werden von den sechs besten Regionalliga-Mannschaften, jeweils drei aus den Landesverbänden West, Süd und Nord, zwei Aufsteiger zur 2. Bundesliga ermittelt.

Aus dem quantitativ besonders leistungsstarken Westen haben sich die TSG und der TSC Salier Köln qualifiziert. Aus der Südgruppe nehmen der TSC R-G Casino Nürnberg und die TSG Backnang teil, aus dem Norden fahren die TSG Bremerhaven B und TSA im SC Weyhe in die Niederrheinhalle.

TSG-Trainer Bernd Waldschmidt schätzt vor allem Nürnberg stark ein. Allerdings haben die Südvereine ihre Regionalliga-Saison bereits vor zehn Wochen beendet. Traditionell sind die Formationen aus dem Norden etwas schwächer einzustufen.

 

Die TSG, die als Aufsteiger zur Regionalliga schon jetzt eine glänzende Saison hingelegt hat, geht ebenso wie Nürnberg und Bremerhaven B mit dem Bonus des Regionalliga-Ersten in die Entscheidung. Von einer Reihenfolge, die die TSG Lüdenscheid unter den Zweitliga-Aufsteigern sieht, will der Hagener nichts wissen: "Die Sache ist völlig offen, denn es kommt auf die Tagesform an. Und vieles wird bei solch einem Aufstiegsturnier sowieso im Kopf entschieden."

Waldschmidt glaubt aber fest an "seine" 16 Tänzerinnen und Tänzer: "Wir brauchen uns mit unserem Programm Classic 2 000 vor keinem zu verstecken. Jetzt soll uns auch der letzte Schritt gelingen. Die Mannschaft will es wissen." Gestern Abend wurde zum letzten Mal trainiert, ehe es nach einem freien Freitag am Samstag mit dem Bus und hoffentlich reichlich Fans als Unterstützung Richtung Wesel geht.

Kaum eine Chance zum Nachrücken

Die entscheidende Phase beginnt um 20 Uhr mit der Vorrunde, in der alle sechs Formationen ihr Meisterschaftsprogramm zeigen. Die sieben Wertungsrichter entscheiden sich dann durch Vergabe von Kreuzen, und die vier besten Teams ziehen ins Finale ein, in dem es dann um die Wurst geht. Rückte in den vergangenen Jahren neben dem Ersten und Zweiten oft genug auch noch der Dritte in die 2. Liga nach, so stehen die Chancen in diesem Jahr schlechter, weil keine Rückzüge zu erwarten sind.

Von Lutz Großmann


Westfälische Rundschau, 22.05.2003